Gestern habe ich am Eppsteiner Burglauf teilgenommen. Zu laufen war eine altdeutsche Meile, was 7,777 km bedeutete. Die Wetterbedingungen waren gut: es war trocken, sonnig, warm, aber nicht zu warm und es wehte es leichtes Lüftchen. Ich fühlte mich gut und hatte den Tag über genug getrunken.
Ich war rechtzeitig vor Ort und traf, rein zufällig, vor dem Lauf auf eine der bekanntesten Bloggerinnen aus meinem Umkreis, nämlich auf die Frau Schmitt. So klein ist die Welt!
Wenn das Höhenprofil eines Laufs dem einer Suppenschüssel gleicht, muss man mit Höhen und Tiefen rechnen. Ich hatte beides.
Der Start war pünktlich und vom Start ging es gleich mal bergan. Bereits nach ein paar 100 m klebte mir die Zunge am Gaumen. Das konnte ja heiter werden! Ich hatte wohlweislich eine kleine Trinkflasche in die Hand gekrallt und war heilfroh, diese innere Eingebung gehabt zu haben. Es macht mich kirre, wenn der Mund trocken wird.
Nach der Steigung ging es im Wald bergab in den Ort und zwar ziemlich. Das lief gut, das lief locker, aber ich musste gucken, wo ich hintrat. Im Ort dann ging es einmal um die Burg. Hier ist also die Burg unten und nicht oben, wo man sie normaler Weise vermutet. Kopfsteinpflaster! Auch so ein "Lieblingsbodenbelag" von mir. Nach der Burg kam eine weitere Steigung, die es in sich hatte. Zappalotti, da habe ich das erste Mal beschlossen zu gehen. Mit flottem Walkingschritt war ich genauso schnell wie die Läufer; teils überholte ich sogar welche. Ja, da kommt meine alte Walkingerfahrung zum Tragen. :)
Dann noch einmal diese Runde um die Burg. Beim zweiten Mal an der Steigung (schätze 17 %) das gleiche in Grün. Jetzt sind schon mehr Läufer aufs Gehen umgestiegen.
Und dann ging es doch tatsächlich durch den Wald die gleiche Strecke wieder nach oben. Ich hatte wirklich gehofft, der Weg zurück wäre weniger steil, aber von wegen. Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich in noch keinem Wettkampf jemals gegangen bin, aber hier war es so weit. Ich wechselte zwischen Gehen und Laufen und Laufen und Gehen. Dann kam noch einmal ein irres Gefälle. So schnell laufen wie ich wollte konnte ich gar nicht, sonst hätte es mich hingesäbelt. Ich musste sogar bremsen, um nicht Gefahr zu laufen, hinzuknallen.
Dann endlich auf die Zielgerade. Die war leicht abschüssig und ich konnte noch einmal voll Speed geben.
Ich wollte unter 50 Minuten bleiben und schaffte letztendlich 50:22. Damit bin ich zufrieden.
Nach dem Lauf genehmigte ich mir noch ein Weizenbier und lauschte der Band "Faltenrock", die zum Jubiläumslauf (25. Veranstaltung) aufspielte. Und ein nettes Funktionsshirt konnte man auch erwerben:
Fazit: ein anspruchsvoller Lauf, zum Glück nicht zu lang. Während des Laufs dachte ich "1 x und nie wieder",aber ich glaube, da mache ich doch noch einmal mit. Mir gefällt das Abwechslungreiche.
Heute morgen war ich mit meinem Kumpel zum erneuten Laufen verabredet. Wir liefen eine schöne Runde zum Gehspitzweiher und zurück und hatten letztendlich 16,25 km auf dem Forerunner. Jetzt tun mir die Beine weh - ich bin nichts mehr gewöhnt. ;)
Ach ja, mir hat auf dem Rückweg ein Vogel auf den Oberschenkel gekackt. Soll das nicht Glück bringen?


Dein Bericht könnte ich fast vollständig auf den Rennsteig HM von mir üernehmen. Auch ich werde zur Wiederholungstäterin obwohl es mein anspruchsvollster Lauf war. Ich bin auf den Bericht von Frau Schmitt gespannt :-) mal sehen was sie so schreibt. Gute Erholung....
AntwortenLöschenseit wann bist Du denn blond ?
AntwortenLöschenGeheimtipp gegen trockenen Mund: Fishermans... es gibt auch die weniger scharfen bei Aldi :) Wirken wahre Wunder, hab ich immer dabei
@ Frau Kuni: Ei, seit meiner Geburt. :)
AntwortenLöschenFür die kürzeren Strecken hab ich immer Mentos dabei weil ich dieses trockene Gefühla auch nicht mag.
AntwortenLöschenBist du dann die ganze Zeit mit der Flasche in der Hand gelaufen?
Es ist doch schön wenn man so abwechlungsreiche Strecken laufen und entdecken darf. Das etwas andere und besondere darf ruhig auch mal sein.
Mir sind Berge ja nix ;)
AntwortenLöschenAber Du willst ja sogar nächstes Jahr wieder so wie sich das liest ... ein gemacht und meinen Respekt hast Du ganz sicher. Am nächsten Tag hleich wieder 16 km, pühhh da dürfen die Beine dann auch ein wenig wehtun ;)
@ Sinusläufer: ja. Aber das war nur so ein 200 ml Fläschen aus dem Trinkgürtel. Ich war so mit dem Weg beschäftigt, dass mich das gar nicht weiter gestört hat.
AntwortenLöschen@ Julia: mir eigentlich auch nicht, aber irgendwie war es auch gut. Ich habe nun einen riesigen Respekt vor dem Nürburgringlauf im August.